↓ Zum Hauptinhalt springen
KingShip

CNC-Zerspanung von Druckgussteilen: Präzisionsbearbeitung für Aluminium und Magnesium

8 min· loading · ·
Autor
KingShip

CNC-Zerspanung von Druckgussteilen: BezugsSysteme, Aufmaß und erreichbare Toleranzen
#

Druckgussteile verlassen die Form mit Gusshaut, Formteilung und Schwankungen, die für Dicht-, Pass- und Anlageflächen nicht ausreichen. Erst die CNC-Zerspanung erzeugt die Funktionsflächen, auf denen Maßhaltigkeit, Position und Oberfläche nach Zeichnung entstehen. Diese Seite richtet sich an Konstrukteure, Fertigungsplaner und Einkäufer, die den Übergang vom Rohguss zur bearbeiteten Komponente spezifizieren: Bearbeitungsaufmaß, Bezugssystem, Toleranzwahl und Prüfumfang. Sie zeigt, welche Entscheidungen im Zeichnungs- und DFM-Review getroffen werden – abgestimmt auf A357, AZ91D und AM60B.

Warum die Nachbearbeitung über die Funktion entscheidet
#

Ein Druckgussteil erfüllt seine Funktion selten über die Rohoberfläche. Dichtflächen, Lagerpassungen, Gewindegänge und Anlageflächen entstehen erst durch Zerspanung; die Gusshaut ist durch Formteilung, Auswerfermarken und Streuung der Schwindung geprägt. Für die Konstruktion heißt das: Nicht jedes Maß gehört in dieselbe Zeichnung, und nicht jede Fläche wird bearbeitet. Welche Merkmale nachgearbeitet werden, bestimmt Aufspannkonzept, Werkzeugwahl und Prüfaufwand. Einkäufer nutzen diese Abgrenzung, um Angebote vergleichbar zu machen – ein Stückpreis ohne Angabe zum Bearbeitungsumfang ist kaum belastbar. Der Nutzen liegt in einer belastbaren Spezifikation des Übergangs vom Rohguss zur funktionsfertigen Komponente, nicht in einer Kapazitätsliste.

Begriffshinweis (DACH): Regional gelten «Druckguß» (alte Schreibung) und, in der Schweiz, «Aufmass» / «Masshaltigkeit»; «Lohnfertigung» heisst teils «Lohnbearbeitung». Wir schreiben «Druckguss», «Guss» und «Druckgussteil» durchgängig mit ss.

Vom Gussteil zum Bearbeitungsaufmaß
#

Das Bearbeitungsaufmaß ist die bewusst zugestandene Materialschicht zwischen Rohkontur und fertiger Funktionsfläche. Es muss Gusshaut, Formteilungsversatz, Auswerfermarken und Verzug sicher abtragen, ohne unnötig Zerspanungszeit zu erzeugen. Zu knapp bleibt eine harte, teils poröse Randzone stehen; zu reichlich erhöhen Schnittkräfte, Werkzeugverschleiß und Taktzeit. Da Druckguss endformnah arbeitet, liegt das Aufmaß je Merkmal unterschiedlich: an Dichtflächen und Passungen größer, an Außenkonturen oft gegen null. Formschrägen und die Trennebene beeinflussen, wo eine ebene Anlage für die erste Aufspannung entsteht. Das Aufmaß wird in der Gusszeichnung ausgewiesen und im DFM-Review mit dem Zerspanungskonzept abgeglichen – als Schnittstelle zwischen Gießerei und Fertigung, nicht als pauschaler Millimeterwert.

Bezugssystem und Datumsstrategie festlegen
#

Das Bezugssystem A|B|C legt fest, von welchen Flächen aus kritische Maße und Form- und Lagetoleranzen nach ISO 1101 und DIN EN ISO 5459 gemessen werden. Bei Druckgussteilen ist die Wahl heikel, weil die Rohkontur uneben ist: Die Primärbezugsfläche muss spanend erzeugt oder über definierte Aufsatzpunkte aufgenommen werden. Weichen Guss- und Bearbeitungsbezug ab, addieren sich Abweichungen über jede weitere Aufspannung zur Toleranzkette. Ein durchdachtes Konzept fasst viele Funktionsmerkmale in einer Aufspannung zusammen und hält das Bezugssystem über Guss-, Bearbeitungs- und Prüfzeichnung konstant. Die Abstimmung erfolgt vor der Vorrichtungsauslegung im DFM-Review, damit Spannmittel und Messstrategie dieselben Bezugsstellen nutzen und die Maßhaltigkeit nicht dem Zufall der Aufspannung überlassen bleibt.

Kritische Maße: Dichtflächen, Gewinde, Passungen
#

Nicht jede Angabe gehört in dieselbe Zeichnung. Die Gusszeichnung beschreibt Rohkontur, Wandstärken, Formschrägen, Verrippung, Bosses sowie Anguss und Auswerfer; die Bearbeitungszeichnung definiert die spanend erzeugten Endmaße – Dichtflächen, Passbohrungen, Gewinde, Planflächen und deren Form- und Lagetoleranzen. Wer beide Ebenen vermischt, erzeugt Widersprüche: Ein im Guss vorgegebenes Maß kann nach der Zerspanung nicht zugleich als Endmaß gelten. Kerndurchmesser, Bohrungszugaben und Aufmaß werden getrennt ausgewiesen und je Merkmal mit einer eindeutigen Bezugsstelle verknüpft. Kritische Merkmale erhalten zusätzlich eine Zuordnung zu Prüfmerkmalen und Messverfahren. Die Tabelle zeigt die übliche Aufteilung; maßgeblich bleibt die projektspezifische Zeichnung, nicht eine starre Vorlage.

AngabeGusszeichnungBearbeitungszeichnung
Rohkontur, Wandstärke, FormschrägeFestgelegtNur als Referenz
Anguss, Auswerfer, TrennebeneFestgelegtNicht relevant
Bearbeitungsaufmaß je MerkmalVorgegebenAbtrag zugrunde gelegt
Dichtfläche, Passung, GewindeAls Aufmaß oder VorbohrungAls Endmaß mit Toleranz
Bezugssystem A|B|CRohbezügeEndbezüge nach ISO 1101
PrüfmerkmaleGussabnahmeMaßhaltigkeit nach Zerspanung

Erreichbare Toleranz und ihre Einflussgrößen
#

Eine einzige Toleranzzahl beschreibt Druckgussteile nicht. Eng tolerierte Funktionsflächen entstehen erst nach dem Guss; ihre Genauigkeit ergibt sich aus einer Kette aus Bauteil, Verfahren und Prüfung. Ein pauschaler Wert ohne Bezugsstellen und Messverfahren erzeugt Interpretationsspielraum. Die folgende Aussage ist daher an Bedingungen geknüpft und wird je Merkmal im DFM-Review bestätigt.

Toleranzaussage (projektabhängig, einmalig): Eine Toleranz von ±0,01 mm kann an definierten Merkmalen unter geeigneten Bedingungen der Nachbearbeitung erreicht werden. Die erreichbare Toleranz hängt von der Bauteilgeometrie, dem Werkstoff, dem Zerspanungsverfahren und der Aufspannung, der Bezugssystem- und Datumsstrategie, dem Prüfverfahren und den projektspezifischen Anforderungen ab; sie wird in der Zeichnungs- und DFM-Prüfung bestätigt und gilt nicht als pauschaler Wert für jedes Druckgussteil.

Welches Prüfmittel zum Einsatz kommt, wird projektspezifisch nach Zeichnung und Abnahmekriterien festgelegt; die Messunsicherheit ist Teil der Toleranzvereinbarung, nicht deren nachträgliche Kontrolle.

EinflussgrößeWirkung auf die erreichbare ToleranzFestlegung im Projekt
BauteilgeometrieVerzug, Wandstärke, SpannsteifigkeitZeichnung, DFM-Review
WerkstoffWärmeausdehnung, Spanbildung, EigenspannungenA357 / AZ91D / AM60B
Zerspanungsverfahren und AufspannungAnzahl der Umspannungen, SchnittkräfteBearbeitungsfolge, Vorrichtung
Bezugssystem- und DatumsstrategieToleranzkette über mehrere AufspannungenISO 1101, Bezugsstellen A|B|C
PrüfverfahrenMessunsicherheit, Auflösung, KlimaPrüfmittel nach Zeichnung
Projektspezifische AnforderungenKritikalität, Stichproben, DokumentationAbnahmekriterien je Projekt

Aluminium A357 und Magnesium AZ91D/AM60B zerspanen
#

Die drei bestätigten Werkstoffe verhalten sich an der Schneide unterschiedlich. A357, eine aushärtbare Aluminium-Silicium-Magnesium-Legierung, bildet kurze bis mittlere Späne; der Siliciumanteil erhöht den abrasiven Werkzeugverschleiß, weshalb Schneidstoff und Beschichtung auf die Gussrandzone abgestimmt werden. AZ91D und AM60B sind leichter, neigen zu feiner Spanbildung bei geringerer Schnittkraft, reagieren aber stärker auf Wärme: Ihre Wärmeausdehnung verlangt ruhige Temperaturführung, damit die Maßhaltigkeit erhalten bleibt. Als allgemeines Fachwissen gilt, dass feine Magnesiumspäne entzündlich sind und mit geregelter Spanabfuhr und geeigneten Löschmitteln gehandhabt werden. Eigenspannungen lösen sich beim Abtrag; Schruppen und Schlichten werden getrennt. Vertiefendes bietet die Seite zum Magnesium-Druckguss.

WerkstoffSpanbildung und WerkzeugBesonderheit bei der Zerspanung
A357 (AlSiMg)Kurze bis mittlere Späne; abrasiver Verschleiß durch SiliciumAushärtbar; Eigenspannungen nach Wärmebehandlung beachten
AZ91D (Mg)Feine Späne, geringe SchnittkraftHöhere Wärmeausdehnung; trockene Spanabfuhr, Brandschutz
AM60B (Mg)Feine Späne, zäher als AZ91DDuktiler; Gratbildung an Kanten kontrollieren
Alle dreiAufmaß je Merkmal, scharfe SchneidenVerzug durch Spannungsabbau, Schlichten nach Schruppen

Oberfläche, Gratentfernung und Nachbehandlung
#

Die Oberflächengüte wird nicht als fester Werkswert verstanden, sondern je Funktionsfläche in der Zeichnung als Ra-Vorgabe: Eine Dichtfläche verlangt eine andere Rauheit als eine unveränderte Außenkontur. Nach der Zerspanung folgt die Gratentfernung, wobei Grate an Bohrungsaustritten und Gewindegängen Passungen und Dichtflächen nicht beschädigen dürfen. Als bestätigte Verfahren stehen Strahlen (Shot Blasting) zur Reinigung sowie Eloxieren (Anodizing) für Aluminiumoberflächen zur Verfügung; ihre Eignung wird werkstoff- und zeichnungsabhängig geprüft. Bei Magnesium erfordert jede Behandlung eine gesonderte Bewertung von Korrosionsschutz und Haftung. Weitere Beschichtungen gelten nur als allgemeine Industrieoptionen und werden projektspezifisch bewertet, nicht als vorausgesetzte Leistung.

Guss und Zerspanung in einem Fertigungsablauf
#

Werden Guss und Zerspanung in einem Programm geplant, fließen Erkenntnisse über Aufmaß, Formteilung oder Verzug als DFM-Rückkopplung in die Werkzeugauslegung zurück. Der Druckguss im Maschinenbereich 400T–3000T liefert die Rohkontur, eine etwaige Wärmebehandlung stabilisiert das Gefüge, danach folgen Zerspanung und die projektspezifisch vereinbarte Prüfung. Die Reihenfolge ist nicht beliebig, weil sich Eigenspannungen beim Abtrag lösen. Der Vorteil liegt in weniger Schnittstellen: Zeichnungsänderungen, Bezugsstellen und Prüfmerkmale werden einmal abgestimmt statt zwischen zwei Lieferanten übersetzt. Verknüpft wird dies mit dem Werkzeug- und Formenbau, dem Magnesium-Druckguss und dem semi-solid Rheocasting.

SchrittZielSchnittstelle zur Zerspanung
Druckguss (400T–3000T)Endformnahe RohkonturLage von Trennebene und Auswerfern
Wärmebehandlung, falls vorgesehenGefüge- und SpannungsstabilisierungMaßänderung vor dem Schlichten
DFM- und ZeichnungsreviewAufmaß, Bezugsstellen, ToleranzenFestlegung vor dem Vorrichtungsbau
CNC-ZerspanungFunktionsflächen, Passungen, GewindeEin- oder Mehrfachaufspannung
Prüfung und DokumentationNachweis der MaßhaltigkeitUmfang projektspezifisch vereinbart

Prüfumfang und Dokumentation projektbezogen festlegen
#

Prüfung und Dokumentation werden nicht als feste Werksausstattung vorausgesetzt, sondern projektspezifisch nach Zeichnung und Abnahmekriterien vereinbart. Das betrifft den Erstmusterprüfbericht, den Stichprobenumfang, die Messmittel und die Frage, ob koordinatenmessende Prüfungen oder PPAP-Unterlagen nötig sind. Für ein Gehäuse mit wenigen kritischen Dichtflächen genügt oft eine schlanke Prüfstrategie; für ein Serienbauteil mit engen Positionstoleranzen wird ein umfassenderer Nachweis definiert. Maßgeblich ist, welche Merkmale als kritisch gelten und mit welchem Prüfverfahren sie belegt werden – die Messunsicherheit gehört zur Toleranzvereinbarung. Auch Rückverfolgbarkeit und Änderungsdokumentation richten sich nach der Projektanforderung.

Anwendungen: Getriebegehäuse, E-Mobility, Gehäuse
#

Die Anforderungen unterscheiden sich je Bauteil. Bei Getriebe- und Achsgehäusen stehen großflächige Dichtflächen, Lagersitze und verschraubte Deckel im Vordergrund; Ebenheit und Position der Bohrungsbilder wirken auf Dichtheit und Geräuschverhalten. Gehäuse für E-Mobility-Antriebe und Leistungselektronik verbinden dünne Wandstärken mit Kühlkanälen und Anschlussflächen, sodass Verzug beim Abtrag und Wärmeableitung gemeinsam betrachtet werden. Elektronikgehäuse verlangen saubere Kanten und definierte Auflageflächen für Dichtungen. Über alles hinweg gilt: Die Wandstärke bleibt ein projektspezifisch zu qualifizierendes Maß, abhängig von Werkstoff, Geometrie und Fließweg, und das Aufmaß muss so liegen, dass nach dem Schlichten keine Gusshaut in der Dichtfläche verbleibt.

Lieferantenauswahl für Guss plus Zerspanung
#

Drei Fragen sind bei der Lieferantenbewertung entscheidend. Wie wird die Zeichnung gelesen – trennt der Anbieter Guss- und Bearbeitungszeichnung und hält das Bezugssystem A|B|C über beide Ebenen konstant? Wie sieht das Vorrichtungskonzept aus, welche Aufsatzpunkte am Rohguss tragen, wie viele Aufspannungen entstehen und wo die Toleranzkette? Wie ist das Änderungsmanagement geregelt, wenn Aufmaß, Formteilung oder Prüfmerkmale angepasst werden? Aussagekräftig ist ein Angebot, das diese Punkte benennt, statt nur eine Toleranzzahl und einen Stückpreis zu nennen. Auch der Übergang vom Prototyp zur Serie zählt: Werkzeugstand, Vorrichtungsreife und Prüfstrategie unterscheiden sich. Die Abstimmung läuft über die Kontaktseite.

Anfrage: welche Unterlagen das Angebot tragen
#

Ein belastbares Angebot entsteht aus vollständigen Unterlagen, nicht aus einer einzelnen Toleranzangabe: 3D-Modell (STEP/IGES), 2D-Zeichnung mit GD&T, Bezugsstellen und Zieltoleranzen je Merkmal, Werkstoff A357, AZ91D oder AM60B, Jahresbedarf und Losgröße, Oberflächenanforderung, gewünschter Prüf- und Dokumentationsumfang sowie Prototyp oder Serie. Fehlt eine Angabe, wird sie als projektspezifisch zu vereinbarende Position ausgewiesen, damit keine stillschweigende Annahme in die Kalkulation eingeht. Die Tabelle fasst den Zweck je Unterlage zusammen. Senden Sie die Unterlagen über die Kontaktseite; von dort lässt sich auch die Abstimmung mit Werkzeugbau und Rheocasting anstoßen.

UnterlageInhaltZweck für das Angebot
3D-Modell (STEP/IGES)Roh- und EndgeometrieAufmaß, Aufspannung, Zerspanungszeit
2D-Zeichnung mit GD&TBezugsstellen, Form- und LagetoleranzenToleranzkette, Prüfmerkmale
WerkstoffangabeA357 / AZ91D / AM60BSchnittparameter, Werkzeug, Nachbehandlung
Jahresbedarf und LosgrößeStückzahl, Prototyp oder SerieVorrichtungskonzept, Takt, Kalkulation
Zieltoleranzen je MerkmalKritische Maße, Ra-VorgabenMachbarkeit im DFM-Review
Prüf- und DokumentationsumfangErstmuster, NachweiseProjektspezifischer Leistungsumfang

Präzisionsbearbeitung

CNC-Bearbeitung

Präzise Zerspanung druckgegossener Bauteile aus A357, AZ91D und AM60B – Bearbeitungsaufmaß und Bezugssystem nach Zeichnung, Prüfumfang projektspezifisch.

Automobil EV Medizintechnik

Werkstoffe und Legierungen

Engineered alloy grades selected for your application.

Aluminiumdruckguss A357
Magnesiumdruckguss AZ91D
Magnesiumdruckguss AM60B

Fertigungsprozess

  1. 1.

    CNC-Fräsen von Dicht-, Pass- und Anlageflächen

  2. 2.

    CNC-Drehen rotationssymmetrischer Merkmale

  3. 3.

    Bohren, Reiben und Gewindeschneiden

  4. 4.

    Erodieren (EDM) als Bearbeitungsverfahren für werkzeuggebundene Konturen

  5. 5.

    DFM-Abstimmung zwischen Guss- und Bearbeitungszeichnung

Ausstattung und Produktionskapazität

  • Spann- und Vorrichtungslösungen abgestimmt auf das Bezugssystem A|B|C
  • Werkzeug- und Schneidstoffauslegung für A357, AZ91D und AM60B
  • Mess- und Prüfmittelauslegung nach Zeichnungsvorgabe
  • Prozessfähige Bearbeitungsfolgen über mehrere Aufspannungen

Technische Spezifikationen

Bearbeitungstoleranz±0,01 mm (Nachbearbeitung, projektabhängig)
Max. BauteilgrößeNach Zeichnung und Gussgröße projektspezifisch
OberflächengüteRa nach Zeichnungsvorgabe je Funktionsfläche
MaßprüfungPrüfumfang und Messmittel projektspezifisch festgelegt

Typische Anwendungen

Gehäuse & Umhausungen Halterungen & Vorrichtungen Präzisionsrotoren

Qualität und Zertifizierungen

Qualitätskontrolle

  • Prüfumfang und Dokumentation werden projektspezifisch festgelegt
  • Erstmusterprüfung wird projektspezifisch nach Zeichnung vereinbart
  • PPAP- und CMM-Umfang werden projektspezifisch definiert
  • Messmittel und Abnahmekriterien werden projektspezifisch abgestimmt

Häufig gestellte Fragen

Wie groß ist das Bearbeitungsaufmaß bei Druckgussteilen?
Das Bearbeitungsaufmaß wird nicht pauschal festgelegt, sondern je Merkmal aus Gussgeometrie, Formteilung, Auswerferlage und Verzugsverhalten abgeleitet. Es wird in der Gusszeichnung ausgewiesen und in der DFM-Prüfung mit dem Zerspanungskonzept abgestimmt. Zu knappes Aufmaß lässt Gusshaut oder Lunker stehen, zu reichliches erhöht Zerspanungszeit und Werkzeugverschleiß.
Welche Toleranz ist nach der CNC-Bearbeitung erreichbar?
Eine Toleranz von ±0,01 mm ist an definierten Merkmalen unter geeigneten Bedingungen der Nachbearbeitung erreichbar; sie wird nicht für jedes Bauteil pauschal zugesagt. Was tatsächlich erreichbar ist, bestimmen Bauteilgeometrie, Werkstoff, Zerspanungsverfahren und Aufspannung, Bezugssystem- und Datumsstrategie, Prüfverfahren sowie die projektspezifischen Anforderungen. Der Wert wird je Merkmal in der Zeichnungs- und DFM-Prüfung bestätigt und hängt zusätzlich vom vereinbarten Messverfahren ab.
Wie werden Bezugsstellen zwischen Guss und Bearbeitung festgelegt?
Die Bezugsstellen A, B und C werden in der Zeichnung so gewählt, dass sie sowohl am Rohteil als auch in der Zerspanungsaufspannung eindeutig aufnehmbar sind. Idealerweise tragen Guss- und Bearbeitungsbezug dasselbe Bezugssystem, damit Form- und Lagetoleranzen nach ISO 1101 nicht über mehrere Aufspannungen kumulieren. Die Abstimmung erfolgt in der DFM-Prüfung vor der Vorrichtungsauslegung.
Können Guss und Zerspanung aus einer Hand geliefert werden?
Guss und Zerspanung werden in einem abgestimmten Programm gebündelt: Druckguss im Maschinenbereich 400T–3000T, anschließend Nachbearbeitung und projektspezifisch vereinbarte Prüfung. Der Vorteil liegt in der durchgängigen DFM-Rückkopplung und weniger Schnittstellen, nicht in einer pauschalen Zusage zu einzelnen Anlagen. Umfang und Dokumentation werden je Projekt festgelegt.
Welche Angaben braucht ein Angebot für die Nachbearbeitung?
Für ein belastbares Angebot werden 3D-Modell (STEP/IGES), 2D-Zeichnung mit GD&T und Bezugsstellen, Werkstoff (A357, AZ91D oder AM60B), Jahresbedarf und Losgröße, Zieltoleranzen je Merkmal, Oberflächenanforderung, gewünschter Prüfumfang sowie die Angabe Prototyp oder Serie benötigt. Fehlende Prüf- oder Dokumentationsvorgaben werden als projektspezifisch zu vereinbarende Position ausgewiesen.
Wie werden Prüfumfang und Erstmuster festgelegt?
Erstmuster, Prüfmittel, Stichprobenumfang und Dokumentation werden nicht als feste Werksleistung vorausgesetzt, sondern projektspezifisch nach Zeichnung und Abnahmekriterien vereinbart. Auch der Umfang von PPAP- oder CMM-Nachweisen richtet sich nach der Projektanforderung. Maßgeblich ist die im DFM- und Zeichnungsreview abgestimmte Prüfstrategie, einschließlich der Maßhaltigkeit kritischer Merkmale.

Verwandte Fertigungsleistungen

Explore our complementary precision manufacturing capabilities.

Bereit, Ihr Projekt zu starten?

Talk to our engineering team about tolerances, alloys, and lead times.